Die richtige Behandlung sicherstellen

Sie wollen nicht Milbenforscher werden – Sie wollen Ihren Garten wieder ganz normal nutzen. Genau dafür ist diese Seite da. In drei klaren Schritten kommen Sie zu einem Plan, an dem Sie sich orientieren können:

  1. Behandlungsplan festlegen (Kurativ oder Präventiv)
  2. Fläche & Paket bestimmen (mit Flächenrechner)
  3. Richtig ausbringen (ausführliche Erläuterungen)

Gehen Sie einfach von oben nach unten durch – dann ist das Thema „Anwendung & Dosierung“ in wenigen Minuten sauber erledigt.

1. Behandlungsplan festlegen

Grasmilben kommen nicht „auf einmal" – sie schlüpfen in Wellen. Deshalb funktioniert bei der Behandlung ein klarer Rhythmus besser als Aktionismus. Wie der Rhythmus aussieht, hängt davon ab, ob Sie kurativ oder präventiv vorgehen.

Eine Anmerkung vorab: Trombiculaphagus sind lebende Nützlinge. Wir lagern sie nicht, sondern stellen jede Lieferung frisch und versandfertig zusammen, damit die Tiere ausbringbereit bei Ihnen ankommen. Pro Anwendung gibt es deshalb eine eigene Bestellung - wie viele das je nach Plan werden, sehen Sie in den beiden Boxen unten.

  • Kurativ

    Es gibt aktuell Bisse – dann starten Sie mit einer kurzen Akutphase: drei Anwendungen in kurzem Abstand, um den Befallsdruck früh zu senken.
    Zeitplan:

    • 3 Anwendungen in 3 aufeinanderfolgenden Wochen
    • Pro Anwendung eine Lieferung - also 3 Bestellungen in Folge
    • Bei starkem Regen kann eine Woche pausiert und in der Folgewoche nachgeholt werden
  • Präventiv

    Ihre Biss-Saison hat noch nicht gestartet – oder Sie haben die Akutphase hinter sich und möchten die Saison ruhig halten. Ziel ist, neuen Larvenwellen zuvorzukommen.
    Zeitplan:

    • Eine Anwendung alle 2 Wochen
    • Pro Anwendung eine Lieferung - also je nach Saisonverlauf mehrere Bestellungen
    • Wann Sie aufhören, entscheiden Sie selbst je nach Lage in Ihrem Garten
Beschreibung

Mehr Details im Ratgeber: Akutbehandlung oder Präventiv

Merksatz: Regelmäßigkeit schlägt Menge.

2. Menge bestimmen

Mit dem Flächenrechner unten bestimmen Sie in wenigen Sekunden Ihre Behandlungsfläche: Grundstücksfläche minus Haus/Terrasse/komplett versiegelte Flächen. Behandelt wird alles, was grün ist (Rasen, Beete, Sträucher, Heckenfuß, Randstreifen), weil Hotspots leicht übersehen werden und Larven in Wellen schlüpfen.

Pakete je Anwendung (im Zweifel aufrunden):

  • XXS bis 100 m² · XS bis 200 m² · S bis 400 m² · M bis 600 m² · L bis 1000 m² · XL bis 1500 m²

Flächenrechner

Kaufvertrag, Exposé oder Geoportal
Haus, Terrasse, gepflasterte Wege
Kurativ = Sie werden aktuell gebissen
Behandlungsfläche — m²
Empfohlenes Paket
Bitte Fläche eingeben

Zufriedenheitsgarantie für kurative Pakete

Wir sind so überzeugt von unseren Raubmilben, dass wir Ihnen eine Zusage mitgeben: Stellt sich aus Ihrer Sicht nach drei kurativen Anwendungen keine Reduktion der Grasmilbenbisse ein, erstatten wir den Produktpreis dieser drei Bestellungen. Maßgeblich ist Ihre Einschätzung. Garantiebedingungen (PDF).


Garten komplizierter geschnitten? Großes Grundstück? Hecken zum Nachbarn?

Sprechen Sie gerne kurz mit uns. Wir gehen Ihren Garten gemeinsam durch.

089 6208 3580 Mo–Fr 9–17 Uhr

3. Richtige Anwendung von Trombiculaphagus

Einklappbarer Inhalt

Wann starten?

Starten Sie idealerweise früh in der Saison - möglichst vor Beginn der Belastung. Wann das ist, hängt stark von Region und Witterung ab: in vielen Gärten im Mai oder Juni, in milden Regionen auch schon ab April.

Wenn Sie erst später starten:
Kein Problem – auch im Sommer/Herbst lohnt sich die Ausbringung, um Druck aus dem System zu nehmen. Entscheidend ist nicht die „perfekte Woche“, sondern ein sauberer Plan mit Wiederholungen.

Mehr Details im Ratgeber-Beitrag Saison

Wie oft wiederholen?

Bei akutem Befall starten Sie kurativ: drei Anwendungen in drei aufeinanderfolgenden Wochen, also drei Lieferungen in Folge. Bei starkem Regen kann eine Woche pausiert und in der Folgewoche nachgeholt werden.

Sobald sich die Lage deutlich beruhigt hat, wechseln Sie auf präventiv und legen alle 2 Wochen nach. Auch hier gilt: pro Anwendung eine Lieferung.

Regelmäßigkeit schlägt Menge – konsequent dranbleiben wirkt besser als einmal „extra viel" auszubringen.

Mehr Details im Ratgeber-Beitrag Richtig anwenden

Uhrzeit & Wetter

Wählen Sie – soweit möglich – milde Bedingungen: bewölkt oder abends nach Sonnenuntergang. Pralle Sonne und starke Hitze sind ungünstig, weil die Tiere beim Ausbringen austrocknen können, bevor sie in bodennahe Schichten ausweichen. Nicht direkt vor erwartetem Starkregen ausbringen. Leichter Niesel ist okay – Feuchtigkeit ist sogar hilfreich.

Mehr Details im Ratgeber-Beitrag Richtig anwenden

Vorbereitung: keine Chemie, mähen, Feuchte

Wenn zuvor Chemie eingesetzt wurde, warten Sie idealerweise 1–2 Wochen und/oder bewässern Sie mehrfach kräftig, damit mögliche Rückstände aus der oberen Bodenschicht ausgespült werden. Warum Chemie und Hausmittel keine dauerhafte Lösung bieten, erklären wir unter Alternativen im Überblick.

Mähen Sie 1–2 Tage vorher auf normale Höhe (nicht „super-kurz“). Entfernen Sie übermäßiges Schnittgut oder Laub – das verbessert den Bodenkontakt und nimmt mögliche Larven von der Oberfläche mit. Bei trockenem Wetter: am Vorabend wässern, damit im Boden eine Basisfeuchte vorhanden ist. Wichtig: Die Halme sollten bei der Ausbringung oberflächlich eher trocken sein, damit das Trägermaterial nicht verklumpt.

Mehr Details im Ratgeber-Beitrag Richtig anwenden

Ausbringen: flächig, bodennah – und auch über Pflanzen

Drehen Sie die Packung mehrfach und öffnen Sie sie dann: Dass Sie nichts „krabbeln sehen“, ist normal – die Tiere sind winzig. Streuen Sie das Trägermaterial gleichmäßig und bodennah. Lieber dünn und überall als viel an wenigen Stellen.

Behandeln Sie grundsätzlich sämtliche Grünflächen, nicht nur die Rasenmitte: Randbereiche, Wegränder, Beetkanten, Sträucher, Heckenfuß und Übergänge. Hotspots liegen oft nicht dort, wo man sie vermutet – und Larven schlüpfen in Wellen.

Mehr Details im Ratgeber-Beitrag Richtig anwenden

Wichtig bei dichter Bepflanzung (Hecken, Bodendecker, Farne, Bambus): Streuen Sie auch über die Pflanzen. In stark bewachsenen Zonen kann es sinnvoll sein, etwas großzügiger zu planen.

Viele Pflanzen? Mehr Details im Ratgeber-Beitrag Kahlschlag?

Randstrategie bei Nachbarflächen: die „Pufferlinie“

Wenn angrenzende Flächen als Quelle infrage kommen, ist der Rand der Hebel. Ziehen Sie entlang der Grundstücksgrenze eine dünne, durchgehende Linie mit Streuware – eher „Kreidestrich“ als „Sandhaufen“. Entscheidend ist: lückenlos, nicht dick. Eine unterbrochene Linie ist wie ein Zaun mit offenen Toren.

Denken Sie dabei nicht nur an den Zaun, sondern auch an Heckenfuß, Beetkanten, Randstreifen hinter dem Gartenhaus und Übergänge zu Wegen, Terrassen oder Mulchflächen.

Mehr Details im Ratgeber-Beitrag Der Nachbar ist betroffen

Bewässerung danach & Beregnungsanlagen

Nach dem Ausbringen ist vor allem wichtig, dass bodennah eine angenehme Feuchte bleibt – aber ohne „zu fluten“. Bewässern Sie bei Bedarf in den Folgetagen leicht weiter, mit sanftem Sprühregen (kein harter Strahl). Es sollten sich keine Pfützen bilden. Bei starker Mittagshitze kann ein kurzer, feiner Sprühnebel helfen, die Temperatur im Bestand kurzzeitig zu senken.

Wenn Sie eine automatische Bewässerung nutzen: lieber häufiger und kurz als selten und lange. Stellen Sie idealerweise einen feinen Sprühstrahl ein, damit die Fläche gleichmäßig feucht wird, ohne dass Material weggespült wird. Grundsätzlich ist morgens besser als abends, damit der Rasen tagsüber abtrocknen kann (weniger Staunässe/Pilzrisiko).

Mehr Details im Ratgeber-Beitrag Richtig anwenden

Wie lange behandeln?

Saison
Grasmilbenlarven schlüpfen nicht „einmal", sondern in Wellen über die Saison – typischerweise von späten Frühling bis in den Herbst, mit einem Peak im Spätsommer. Genau deshalb reicht eine Einzelanwendung selten aus: Ziel ist, über mehrere Wochen konsequent nachzulegen, sodass neue Larvenwellen nach Möglichkeit erfasst werden.

Über die Jahre
Grasmilben verschwinden meist nicht nach einer Saison komplett, weil Eier, Nymphen und adulte Stadien im Boden überdauern können. Wie sich der Befall über mehrere Jahre entwickelt, hängt von Standort, Witterung und Reinvasion über Wildtiere oder Nachbargrundstücke ab; eine vollständige Eliminierung ist mit dieser Methode nicht zu erwarten. Wie unsere Anwendung über mehrere Jahre konzipiert ist und was Anwender im ersten Jahr berichten, zeigen unsere Kundenbefragung (Herbst 2025) und das Whitepaper – beide finden Sie auf der Ergebnisseite.

Mehr Details im Ratgeber-Beitrag Behandlungsdauer