Trombiculaphagus vorgestellt – der Grasmilben-Fresser im Portrait
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Wer oder was ist Trombiculaphagus? Der Name klingt exotisch, bezeichnet aber etwas sehr Konkretes: eine Raubmilbenart, die in der Natur Grasmilbenlarven als Beute hat. Man kann sich diese Raubmilben wie kleine Mitbewohner am Boden vorstellen – natürliche Gegenspieler der Grasmilbe. Sie sind, ähnlich wie die Schädlinge selbst, winzig klein (unter 1 mm) und mit bloßem Auge kaum zu sehen. Anders als die orangefarbenen Grasmilbenlarven sind Trombiculaphagus-Milben meist eher hell-bräunlich oder beige, sodass sie auf dem Erdreich gut getarnt sind. In der Natur kommen solche Raubmilben in vielen Böden vor, allerdings oft nicht in einer Dichte, die einen erkennbaren Effekt auf das Bissaufkommen im Hausgarten hätte. Deshalb werden sie für den Einsatz im Garten gezielt vermehrt und in der benötigten Menge bereitgestellt.
Lebensweise der Raubmilben: Trombiculaphagus gehört zur Gruppe der Nützlinge, die auch im biologischen Pflanzenschutz eingesetzt werden. Ähnlich wie andere bekannte Raubmilben (z. B. solche, die gegen Spinnmilben im Gewächshaus zum Einsatz kommen) ernähren sie sich von noch kleineren Organismen. In unserem Fall sind das Grasmilbenlarven. Wenn man die Raubmilben im Garten ausbringt, leben und jagen sie in der Grasnarbe und der obersten Bodenschicht – also genau dort, wo auch die Grasmilbenlarven sitzen. Pro Tag kann eine einzelne Trombiculaphagus-Milbe mehrere Larven vertilgen (genaue Zahlen schwanken je nach Umweltbedingungen). Erwachsene Grasmilben sind für die Raubmilben weniger interessant – aber das spielt für die Bisse keine Rolle, denn die Bisse entstehen am Larvenstadium.
Sicherheit: Ein verständlicher Vorbehalt könnte sein: „Hole ich mir mit den Raubmilben nicht den nächsten Unruhestifter in den Garten?" Aus unserer Sicht: Nein. Trombiculaphagus-Raubmilben ernähren sich von Grasmilbenlarven und ähnlich kleinen Bodenorganismen, nicht von Wirbeltieren – im Gegensatz zu den Grasmilben selbst (wie gefährlich sind die eigentlich?). Sie beißen und stechen Menschen oder Haustiere nicht. Sie ziehen nicht ins Haus, sondern bleiben in der Bodenschicht des Rasens, wo sie ihre Beute finden. Sollten einmal mehr Raubmilben vorhanden sein, als es Beute gibt, reguliert sich das auf natürliche Weise – ohne Beute reduziert sich der Bestand.
Herkunft und Forschung: Wo kommt Trombiculaphagus eigentlich her? Es handelt sich nicht um eine im Labor erzeugte Art, sondern um eine in der Natur vorkommende Raubmilbe. Sie wurde dort gefunden, wo man systematisch geschaut hat: In welchen Böden oder Regionen treten kaum Grasmilbenprobleme auf, obwohl die Bedingungen eigentlich passen? Sie ist verwandt mit anderen Raubmilben, die auch im Pflanzenschutz eingesetzt werden, etwa gegen Schädlinge im Gewächshaus. Wie unser Gründer auf Trombiculaphagus gestoßen ist und welche Suche dem vorausging, erzählen wir auf unserer Über-uns-Seite.
Perspektive: Mit Trombiculaphagus haben wir eine Möglichkeit, beim Grasmilbenthema mit der vorhandenen Biologie zu arbeiten – statt mit einem chemischen Mittel auf der Fläche. In einem eigenen Artikel zeigen wir praxisnah, wie Sie die Raubmilben in Ihrem Garten ausbringen. Ein bisschen Planung gehört dazu, damit die Anwendung gut gelingt.
Häufige Fragen: Trombiculaphagus – die Raubmilbe im Portrait
Was ist Trombiculaphagus und woher stammt diese Raubmilbe? Trombiculaphagus ist keine im Labor erzeugte Art, sondern eine in der Natur vorkommende Raubmilbe, deren bevorzugte Beute Grasmilbenlarven sind. In freier Natur kommt sie in vielen Böden in geringer Zahl vor – nicht überall in einer Dichte, die einen erkennbaren Effekt auf das Bissaufkommen im Hausgarten hätte. Für den Einsatz im Garten wird sie gezielt vermehrt und in der benötigten Menge bereitgestellt.
Vermehren sich Raubmilben unkontrolliert im Garten? Nein. Trombiculaphagus reguliert sich über das Nahrungsangebot: Findet die Raubmilbe keine Beute mehr, gehen ihre Zahlen auf natürliche Weise zurück. Sie ernährt sich von Grasmilbenlarven, nicht von Wirbeltieren, und zieht nicht ins Haus. Wenn die Aufgabe im Garten erledigt ist, verschwindet der Bestand wieder.
Wo im Garten sind die Raubmilben aktiv? Die Raubmilben leben in derselben Zone wie ihre Beute: in der Grasnarbe und der oberen Bodenschicht. Mit unter einem Millimeter Körpergröße sind sie ähnlich winzig wie die Grasmilbenlarven und entsprechend mobil im Boden. Damit setzen sie genau dort an, wo das Bissgeschehen entsteht – am Boden.